Interview: Ein Tag im Leben eines Digital-Marketeer

Apr
01
2021

Drei wichtige Takeaways aus diesem Interview:

  • Digital Marketeers helfen Unternehmen online erfolgreich zu sein.
  • Teamarbeit geht über die Zusammenarbeit mit den eigenen Kollegen hinaus. Dies bedeutet auch ein Teil des Kunden-Teams zu sein.
  • Die Schweizer Berge sind einer der grössten Vorteile in Zürich zu arbeiten.

Natascha: Hi Jesus! Danke, dass du Dir die Zeit genommen hast ein paar Fragen für unsere Leser zu beantworten.

In den letzten Monaten habe ich die unglaubliche Unternehmenskultur und das GANDT-Team kennengelernt. Allerdings verstehe ich immer noch nicht zu 100%, wie der Alltag bei Gandties genau aussieht. Also dachte ich es wäre eine gute Idee, einen von ihnen zu interviewen. Danke für Deine Zeit!

Jesus: Hi Natascha, danke für die Einladung! Klar, gerne, lass uns gleich anfangen.

 

N: Erzähl uns zuerst ein wenig über den Gandtie in Dir – in dreissig Sekunden.

J: Nur dreissig Sekunden?! Okay, los geht’s. Hallo zusammen, mein Name ist Jesus und ich komme aus dem sonnigen Spanien. Seit etwa dreizehn Jahren arbeite ich im Digitalen Marketing Bereich in drei verschiedenen Ländern, meist mit Fokus auf Performance Marketing in Agenturen, Startups und grossen Unternehmen. Im Sommer 2020 hat mein Abenteuer bei GANDT angefangen. Und ich liebe es bis jetzt! Ich glaube das war’s für 30 Sekunden!

 

N: Super! Du bist also ein Senior Digital Marketing Expert hier bei GANDT. Was genau bedeutet das? Was machst du?

J: Eine gute Frage. Ich könnte damit beginnen, all die verschiedenen Projekte, Kunden, Kanäle und Menschen zu nennen, mit denen ein Experte in Digitalen Marketing zu tun hat. Jemand Kluges hat aber einmal gesagt, dass man etwas erst dann wirklich versteht, wenn man es seiner Oma erklären kann. Also lass mich Dir genau das erzählen, was ich meiner Oma gesagt habe als sie die gleiche Frage stellte.

„Ich helfe Unternehmen, Antworten auf die Fragen zu finden, die sie haben wenn sie online erfolgreicher sein wollen. Ich bringe meine Erfahrung und mein Wissen über digitale Kommunikation ein. Sie bringen dann ein, was sie über ihr Produkt und ihre Kunden wissen. Gemeinsam finden wir Lösungen für die Herausforderungen und entwickeln eine bessere Kommunikationsstrategie.“

Es ist so, als ob man einen Brief an einen Kunden in weiter Ferne schreiben möchte. Und ich helfe ihnen, die Adresse, die richtige Briefmarke und einen schönen Umschlag zu finden. Ich unterstütze sie auch dabei, die Formulierungen selbst ein wenig überzeugender zu gestalten sodass wir sicherstellen, dass der Brief ankommt und die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient.

Der einzige Unterschied ist, dass wir in unserem Fall statt einer Postadresse Google Analytics nutzen um zu erfahren, wie die Kunden zu erreichen sind. Wir erstellen spezifische Zielgruppen, um diese Botschaft über Facebook-Anzeigen statt über einen traditionellen Brief zu vermitteln. Und wir optimieren Landing-Pages, um auf die Antworten rechtzeitig zu reagieren.

 

N: Ich liebe diese traditionelle Brief-Anekdote! Okay, stellen wir uns jetzt vor es ist Donnerstag. Wie sieht Dein Arbeitstag aus? Geh ihn bitte Schritt für Schritt durch – von dem Moment in dem Du aufstehst bis zu dem Moment in dem Du schlafen gehst.

J: Donnerstags ist viel los! Ich wache früh auf, um mir die Aufgaben für den Tag anzuschauen, bevor das kleine Monster – mein Sohn – aufwacht. Ja, wir leben mit einem kleinen, zweieinhalbjährigen, lauten und fröhlichen Monster. Normalerweise habe ich einen Plan für die ganze Woche. Einige Dinge sind schon lange voraus eingeplant, aber wenn man ständig mit Kunden in Kontakt bleibt, kann sich alles ständig ändern. Sobald der Kleine aufwacht, bringe ich ihn nach einem mehr oder weniger einfachen Frühstück und Anziehen in die Kita. Dann fahre ich wieder nach Hause.

Wir haben unser eigenes GANDT-Büro in Zürich, arbeiten aber auch oft mit unseren Kunden vor Ort zusammen. Wir sind sehr flexibel und in diesen Zeiten der Pandemie arbeite ich am liebsten von zu Hause aus. Dann beginnt der „offizielle“ Tag und ich versuche, dem Plan so genau wie möglich zu folgen. Einige Zeit wird für operative Aufgaben genutzt, wie z. B. Optimierung bezahlter Search-Accounts oder unserer letzten Facebook-Anzeigen für einen Kunden. Dann gibt es auch noch Zeit für Calls – sowohl mit dem GANDT-Team als auch mit unseren Kollegen aus Kunden-Teams. Kommunikation ist ein wesentlicher Teil der DNA eines Gandties.

Wir chatten per Slack und Video-Calls nicht nur über das, was gemacht wurde sondern auch über das, an was wir gerade arbeiten. Wir versuchen, das absolute Gegenteil des „Bericht-am-Ende-der-Woche-mit-nur-Prahlerei-aber-ohne-Transparenz“ zu machen. Deswegen sind wir immer gleich offen mit Kunden und Kollegen.

Ein Beispiel wäre… Donnerstag begann ich damit, schnell den Kalender zu checken und ein paar geplante Aufgaben zu verschieben, um für dringendere Sachen von dem vorherigen Tag genug Zeit zu haben. Ich blockierte zwei Stunden ohne E-Mailing oder Instant-Messaging, um die Implementierung von Tracking-Pixels für einen Kunden fertigzustellen. Dann hatte ich einen Call mit dem Kunden, um alles gemeinsam zu überprüfen.

Danach verbrachte ich einige Zeit damit, offene Fragen in E-Mails zu beantworten. Den Tag beendete ich mit unserer wöchentlichen Online-Coffee-Break mit dem GANDT-Team. Das ist der perfekte Ort für Inspirationen zum Wochenende oder um zu erfahren, was man zur Zeit neues auf Netflix schauen könnte.

 

N: Hört sich nach einem tollen Team an! Wie viel arbeitest Du alleine? Welche Rolle spielt die Teamarbeit, wenn es um Deine Erfolge geht?

J: Teamarbeit ist eigentlich alles. Tatsächlich ist eines der Dinge, die mich bei GANDT am meisten überrascht haben als ich angefangen habe, ist wie viele Infos so einfach geteilt werden. Ich spreche mit Kunden, teile aber auch alle Notizen und Ideen mit meinem Team, stelle Fragen, wenn ich Zweifel habe und bitte sie, meine Ergebnisse zu überprüfen.

Aber wenn ich das Team erwähne, spreche ich nicht nur von den Gandties. Kunden-Teams sind auch ein riesiger Teil unserer Kommunikation. Wir haben die gleichen Ziele. Deswegen funktioniert es einfach so viel besser, wenn wir uns alle in ein gemeinsames Team einbringen!

Eine lustige Geschichte, die mir passiert ist, war… Nachdem ich einige Zeit für einen bestimmten Kunden gearbeitet hatte, erzählte  mir ein Mitarbeiter dort, dass er erst nach einiger Zeit herausgefunden hat, dass wir für GANDT arbeiten und nicht für das Unternehmen des Kunden. Er war schockiert und dachte immer, wir wären ganz normale Kollegen, da wir so oft in ihrem Büro waren, an ihren Meetings teilnahmen und sogar beim Mittagsessen dabei waren.

 

N: Das ist unglaublich – als Teil des Teams gesehen zu werden, obwohl man extern engagiert ist. Das ist definitiv eines der grössten Komplimente! Was gefällt Dir am besten an Deinem Job?

J: Für mich ist das Beste an der Arbeit im Digitalen Marketing, dass sich alles so schnell ändert, so dass es unmöglich ist sich zu langweilen.

Wenn man bedenkt, dass wir vor fünf Jahren über die Möglichkeiten der Werbung auf Instagram als (damals) neuem Medium gesprochen haben… und heute ist Instagram alltäglich. Das neue Ding ist jetzt TikTok. Es ist toll, wenn man gerne spielt und jeden Tag neue Sachen ausprobiert!

 

N: Was gefällt Dir dann am wenigsten?

J: Ich denke, dass das Gute und das Schlechte im Digitalen Marketing paradoxerweise mit derselben Sache zusammenhängen können – mit der schnellen Veränderung. Das macht alles dynamisch und interessant, ganz sicher, aber manchmal fühlt man sich auch ein wenig überfordert. Denn man merkt häufig, dass es unmöglich ist alles im Griff zu haben.

Am Ende muss man sich auf einige Bereiche oder Prozesse spezialisieren und – wenn es nötig ist – akzeptieren, dass man von anderen Bereichen nicht so viel Wissen hat. Es liegt an mir selbst zu entscheiden, wie ich das alles ausgleiche, dass es Sinn macht. In diesem Fall wird es besonders wichtig, Teil eines guten Teams mit unterschiedlichen Fähigkeiten zu sein. So helfen sie mir dabei, wo meine eigene Expertise nicht so stark ist.

 

N: Das ist ein guter Punkt, der sich auf die Bedeutung von Teamarbeit bezieht! Meine nächste Frage ist: Was würdest Du jemanden empfehlen, der seine oder ihre Karriere im Digitalen Marketings anfangen möchte?

J: Fange einfach an! Genau das: Nicht warten, sondern jetzt anfangen. Du musst nicht darauf warten, dass eine Firma Dich engagiert oder jemand Dir die Erlaubnis gibt, mit den Dingen anzufangen. Alle Infos die Du brauchst sind bereits online verfügbar. Viele Tools kann man sogar kostenlos nutzen. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Lies, spiel, mach Dir die Hände schmutzig und mach Dich mit den Systemen vertraut.

Sobald Du anfängst die Infos aufzusaugen gibt es auch Zertifizierungen für die wichtigsten Bereiche, die Du ebenfalls kostenlos erhalten kannst. Danach wird es viel einfacher, ein Praktikum in einer Agentur oder einem Marketing-Team zu bekommen. *Augenzwinkern* Hast Du Dir schon unsere Jobangebote angeschaut?

Gib auf jeden Fall weiter was Du weisst. Du brauchst keine zehnjährige Erfahrung um eine interessante Meinung zu haben, die Du mit anderen teilen kannst! Und… lerne immer, immer weiter.

 

N: Das ist ein toller Tipp. Man kann nie genug lernen – sowohl im Job als auch im Privatleben. Übrigens, was machst Du am Wochenende?

J: Nun, ich lebe in der Schweiz. Wenn man in Rom tut, was die Römer tun, geht man in der Schweiz einfach in die Berge. Wir sind eine sehr naturverbundene Familie und versuchen jede Gelegenheit zu nutzen, um auf einen Berg zu wandern und die Sonne – oder auch den Schnee – und die Schönheit dieses Landes richtig zu geniessen.

 

N: Ein Traum! Danke dir, Jesus, dass Du Dir die Zeit genommen hast. 

J: Danke, dass Du zugehört hast!

 

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