Der Stand des Schweizer E-Commerce 2021

Aug
12
2021

Die Schweizer E-Commerce-Branche nimmt seit Jahren stetig an Fahrt auf und das Jahr 2020 hat es auf die Spitze getrieben. Trotz einer allgemeinen Verlangsamung der Wirtschaftstätigkeit hat COVID-19 zu einem sprunghaften Anstieg des elektronischen Handels und einer beschleunigten digitalen Transformation geführt. Da die Pandemie zu Schliessungen führte, haben sich Unternehmen und Verbraucher zunehmend auf die Digitalisierung verlegt und mehr Waren und Dienstleistungen online angeboten und gekauft. Mehr denn je konzentrieren sich Händler auf den Aufbau und die Verbesserung ihres E-Commerce-Geschäfts, um die wachsenden Erwartungen der Kundschaft zu erfüllen.

Tatsächlich stieg der Anteil des E-Commerce am weltweiten Einzelhandel von 14% im Jahr 2019 auf etwa 17% im Jahr 2020 – und der Schwung wird weitergehen! Werfen wir einen Blick auf einige der aktuellen Trends, die die Zukunft des E-Commerce prägen, und wie sie sich im E-Commerce in der Schweiz niederschlagen.

 

Bedeutende Veränderungen und Trends in der E-Commerce-Landschaft

Die enorme Verbreitung von Tools wie künstlicher Intelligenz (KI) und erweiterter Realität (AR) hat sich als echter Wendepunkt für den elektronischen Handel erwiesen. Mit dieser Art von Technologie kann die Kundschaft die Artikel, für die sie sich interessiert, wirklich sehen und ist besser in der Lage, eine Kaufentscheidung zu treffen. Infolgedessen hat sich das Einkaufserlebnis in bestimmten Branchen, insbesondere in der Mode- und Einrichtungsbranche, drastisch verändert, da die Kundin oder der Kunde ein besseres Gefühl für den Artikel bekommen kann, ohne ein Geschäft physisch zu besuchen.

Das wachsende Volumen der Sprachsuche kurbelt auch den E-Commerce-Umsatz an. Da immer mehr Familien intelligente Lautsprecher (smart speaker) verwenden, wird sich der Aufschwung zweifellos in einem veränderten Verhalten niederschlagen. Es ist zu erwarten, dass immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher die Sprachsuche nutzen werden, um online einzukaufen und Lebensmittel zu bestellen – eine grosse Chance für E-Commerce-Unternehmen in Bezug auf Schlüsselwörter und Inhalte.

Darüber hinaus nimmt das mobile Einkaufen weiter zu. Mit mehr Zahlungsmöglichkeiten als je zuvor, dem Erfolg von Abo-Modellen und Unternehmen, die in die Optimierung ihrer digitalen Strategie für die „Conversion“ investieren, wird die Branche weiter wachsen – und das sind nur einige der Trends, welche die Einzelhandelslandschaft prägen.

 

Ecommerce in der Schweiz

Man kann mit Sicherheit sagen, dass der Schweizer E-Commerce boomt und im vergangenen Jahr ein deutliches Wachstum verzeichnete – etwa dreimal so viel wie in den Jahren zuvor. Der Wert der online und im Fernabsatz bestellten Waren stieg um 25,8% auf 13,3 Milliarden Schweizer Franken, was 12,18 Milliarden Euro entspricht.  Von Top-Online-Shops wie Ricardo.ch, Tutti.ch, Digitec.ch bis hin zu Microspot.ch und Coop.ch – es gibt viele starke Kräfte, die für Wachstum und Innovation sorgen.

 

Schweizer E-Commerce Kunden

Wie E-Commerce News berichtet, hat die Schweiz eine hohe Internetdurchdringung. 95% der Bevölkerung zwischen 16 und 65 Jahren nutzen regelmässig das Internet und 90% von ihnen haben mindestens einmal online eingekauft. Eine Studie von Netcomm Suisse aus dem Jahr 2016 zeigt, dass die Schweizerinnen und Schweizer in Europa nach Grossbritannien den zweithöchsten Betrag pro Jahr online ausgeben. Die beliebtesten Produktkategorien sind Kleidung, Transport, Bücher, Tickets und Ferien.

Die Zukunft des Schweizer E-Commerce-Marktes

In der Schweiz bestehen rund 40% des E-Commerce-Marktes aus dem Online-Verkauf von Produkten, während die anderen 60% auf Dienstleistungen basieren. Die Top 10 der beliebtesten Online-Shops in der Schweiz sind laut Y&R Group Switzerland: Ebookers, Nespresso, Digitec, Ex Libris, iTunes, Amazon, Ticketcorner, Zalando, SBB und Ricardo.

Auch bei den grenzüberschreitenden Einkäufen gehört die Schweiz zu den Top drei in Europa: 61% der Online-Einkäufe fallen auf grenzüberschreitende Einkäufe. Eine Studie aus dem Jahr 2021 zeigt, dass der Wert der online verkauften Waren im Jahr 2020 bei 12,2 Milliarden Euro lag.

Ein weiteres starkes Zeichen für Wachstum im Jahr 2021: Die Schweiz bekam den ersten Platz im jährlichen E-Commerce-Index der UNCTAD, der die Länder nach ihrer Bereitschaft zum E-Commerce bewertet. Wenn es also um Regionen geht, die bereit sind, sich auf den florierenden E-Commerce-Markt einzulassen, steht die Schweiz an der Spitze der Liste.

Dies zeigt, dass die Chance, von diesem digitalen Trend zu profitieren, grösser denn je ist und dass es entscheidend ist, seine Kundschaft und die Kräfte zu verstehen, die in diesem zunehmend wettbewerbsintensiven, wenn auch lukrativen Markt im Spiel sind. Der Schlüssel zu einer erfolgreichen E-Commerce-Strategie besteht darin, die technologischen Grundlagen zu verstehen, die das Verbraucherverhalten bestimmen, aber auch das Zusammenspiel zwischen Produkt und Markt. Wir stellen fest, dass mit der zunehmenden Online-Durchdringung auch die Komplexität des Marktes und der Marktteilnehmer zunimmt, so dass der Aufbau Deines digitalen Geschäfts mehr langfristige Planung, Spezialisierung und Aufmerksamkeit als zuvor braucht.

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