Der Einzelhandel ist nicht tot – Online Marktplätze als Treiber lokaler Ereignisse

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Der Einzelhandel – Immer noch geöffnet oder dem Untergang geweiht? (Bildquelle: Unsplash)

Seamless Commerce or Die!

Von Multi-, Cross- und Omni-Channel bis zu Seamless Commerce. Die Digitalisierung des Handels ist wohl nach wie vor das größte Buzzword für den stationären Modehandel. Wer heute noch kein nahtloses Einkaufserlebnis über alle Kanäle hinweg geschaffen hat, scheint dem Untergang geweiht. Die digitale Revolution fegt wie ein Fegefeuer über den Einzelhandel hinweg und fordert einige Opfer. Karstadt und Schlecker als bestes Beispiel. Wer den hochvernetzten Kunden von heute nicht mit einer Verzahnung verschiedener Online und Offline Kanäle bedient, der wird wenn nicht schon heute, spätestens in den kommenden Jahren von den technologischen Trends in seiner Existenz erschüttert.  


Der digitale Überlebenskampf

Sind die großen digitalen Innovatoren noch immer die Gewinner von morgen? Ist der Wettbewerb so stark, dass klein gegen groß in Zeiten der digitalen Transformation keine Chancen mehr hat? Dass neu gegen traditionell gewinnt? Und Erlebnis über Einfachheit steht? Betrachtet man den aktuellen deutschen Modemarkt, so scheint ein Kampf ums Überleben zu herrschen: Erst im Januar 2019 meldete das Modeunternehmen Gerry Weber Insolvenz wegen zu großer Herausforderungen in der Logistik und bei der Verjüngung der Marke an. Auch der Textil-Discounter Primark muss in in Deutschland mit rückläufigen Umsätzen kämpfen und wird seine Filialen in den kommenden Jahren verkleinern. H&M reduziert ebenfalls europaweit die Anzahl an Filialen; und Esprit verkündete, bis zu 400 Stellen in Deutschland einstellen zu müssen. Inzwischen wird auch den großen, globalen Retailern und Brands klar: Der Überlebenskampf kann alleine nur verloren werden.


Nur wer kooperiert wird zukünftig erfolgreich sein

Es ist an der Zeit die Strategie und Struktur des traditionell stationären Handels in Frage zu stellen. In Zukunft wird nur derjenige erfolgreich sein, der sich für neue Modelle des Handels öffnet. Derjenige der den Kunden versteht und ihm eine Lösung für seine Ansprüche bietet.
Im Jahr 2020 bedeutet dies: Online-Marktplätze/Ökösysteme als Zukunft der Handelslandschaft. 
Digitale Ökosysteme verbinden die Angebote von Händlern, Herstellern und Marken mit Konsumenten, setzen auf eine globale Logistik und nutzen lokale Ereignisse als Erlebnis-Touchpoint für den Kunden.Erfolgreiche E-Commerce-Giganten wie Amazon, Alibaba, aber auch Zalando prägen die Zukunft der Handelslandschaft. Sie haben sich bereits in digitale Ökosysteme transformiert. So machen die drei Big Player immer weniger Umsatz mit ihrem eigenen Online Shop und immer mehr über ihre Funktion als Marktplatz.In diesen Ökosystemen bieten sich nicht nur für die Big Player immense Chancen, sondern auch für kleine Händler: Denn ein Ökosystem kann nur dann erfolgreich existieren, wenn es einen Wert für alle Akteure schafft, die Teil des Systems sind – egal ob groß oder klein. In Zukunft werden smarten Kooperationen gewinnen und das sowohl branchenübergreifend als auch in Zusammenarbeit mit vermeintlichen Konkurrenten.

E-Commerce Giganten wie Amazon machen es vor: In Zukunft prägen digitale Ökosysteme die Handelslandschaft. (Bildquelle: Unsplash)


Digitale Marktplätze als Treiber stationärer Touchpoints – Der stationäre Einzelhandel ist nicht tot.

Trotz zunehmender Digitalisierung und stetig wachsender Umsätze im Online-Handel wird der Großteil des Geldes immer noch offline ausgegeben.Schaut man sich den erwirtschafteten Gesamtumsatz von Amazon im Jahr 2019 an so liegt der Anteil des Umsatzes durch den Online-Handel lediglich bei gut 50 Prozent. Es lässt sich erkennen, dass Amazon inzwischen starke 18 Prozent des Gesamtumsatzes über die Anbieter-Möglichkeit für dritte Händler, die über den Marktplatz verkaufen, generiert.Daher drängen sich die einstigen E-Commerce-Giganten mehr und mehr zurück in die Einkaufsstraßen und starten neue Kooperatioen mit stationären und lokalen Anbietern. Auf Amazon finden sich mittlerweile 2,5 Millionen Händler weltweit. Hierzu zählen auch lokale Lebensmittelhändlern oder Bäckereien, kleine und mittlere Unternehmen. 
Fusionen von digital und stationär, von groß und klein, von schnellen online Abwicklungen und qualitativen offline Erlebnissen prägen das Erfolgsrezept des Mode-Retails 2020.

Wer smarte Kooperationen erkennt, der wird auch stationär die Überholspur in diesem Jahr nicht verlassen.

Smarte Kooperationen als Strategie für den Einzelhandel. (Bildquelle: Unsplash)

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